das wetter: Fersengeld
Die Kurse der Volkshochschule Schmörgenroda waren wieder restlos ausgebucht. Weder in den Aufbaukurs „Lippenklöppeln für Halbstarke“ bei Frau Dickhuhn noch in den Schnupperkurs „Häresie für unterwegs“ bei Herrn Dr. Leppler-Schnackholz vermochte sich Ingo einzubuchen. Allein bei dem Angebot „Basteln mit Beton“ waren noch Plätze frei, allerdings musste man rutschfeste Socken und einen Kipplader mitbringen, und über beides verfügte Ingo nicht. Da entdeckte er, dass der Kurs „Aktzeichnen ungelöst“ ein Modell suchte. Kurzentschlossen rief Ingo an und gab eine Täterbeschreibung durch. Kurz darauf hingen im ganzen Ort in Rötel skizzierte Fahndungsplakate, die Ingo im Adamskostüm zeigten. Zum Semesterende würde der Kurs mit einer festlichen Menschenjagd abschließen. Ingo gab schon einmal tüchtig Fersengeld.
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 360 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen