das wetter: Angst vor Tieren
Sie gingen sauber und einfühlsam miteinander um. Und doch setzte Angst vor Tieren ein. Tiere, die ins Auge stachen oder sonst wo hin. Manchmal besaßen sie ein Pferd. Manchmal ritten sie. Einmal spazierten sie durch den schattenreichen Tiergarten und sahen Hasen, Eichhörnchen, Stockenten und Tauben, einmal einen heiteren Esel in freier Wildbahn; einmal saßen sie am Kanal, und mehrere Ratten schwammen mit aufrechter Schnauze selbstbewusst vorbei, während die Schwäne schon unter der Kottbusser Brücke schliefen; einmal streifte sie ein harmloser Fuchs auf dem Weg nach Hause. Einmal trug sie Socken, auf denen Wildhühner gedruckt waren, und auf Insta zeigte sie sich mit Hunden. Ja, sie waren sauber und einfühlsam und verhielten sich korrekt; dennoch setzte Angst vor Tieren ein. Da half dann leider auch keine Aversionstherapie.
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