piwik no script img

das wetterMimis Schnecke

Mimi hörte nur sehr langsam, und vieles rauschte gleichsam an ihrer Muschel vorbei – die Autos, das Meer, die leeren Frequenzen zwischen den Sendern. Als aber bei Radio Wien ein alter Schlager lief, musste sie sich schon ein wenig wundern und sich am Ohr kratzen. Hatte die männlich markierte Stimme – wer hatte sie bloß markiert? Unser Herrgott? – da tatsächlich die folgenden Zeilen gesungen? „Because I’m a lady – and you are a cis man“? War da nicht auch gleich Vorsicht geboten, wenn so ein Gesang dann in den Raum drang?

Mit reinem Gewissen wissen

Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen