das wetter:
Die Rakete
Gemächlich hob die leiseste Rakete der Welt ab. Gustav sah sie in den nächtlichen Himmel steigen. Sein Bruder Ferdinand trat kräftig in die Pedale, die links und rechts am Rumpf angebracht waren. Darauf hatte Ferdinand lange hingearbeitet, dass er an seinem Geburtstag abheben konnte. Nur mit eigener Kraft. Kein Dampf oder Rauch, kein Krach oder Lärm sollte den Planeten Erde belasten. Am Firmament sah man ihn nun ganz klein, wie er sich mächtig abstrampelte, um das Geschoss auf Kurs zu halten. Zum Mond fliegen, das hatte er sich schon immer gewünscht. Gustav war stolz auf seinen Bruder, der alles erreichen konnte, was er wollte. Er würde ihn wohl einige Zeit nicht mehr sehen. Jetzt musste Gustav sich noch, wie versprochen, eine triftige Ausrede für die Eltern einfallen lassen, die noch nicht ahnten, dass einer ihrer Söhne der größte Raketenbauer aller Zeiten war.
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