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brief des tages

UN-Spitzenposition

„Baerbock, Bagel und Big Apple“, taz vom 9. 9. 25

Was ist daran ehrenrührig, wenn eine deutsche Spitzenpolitikerin für ein Jahr das wichtige Mandat der Präsidentin der UN-Generalversammlung übernimmt und in diese Position übrigens von einer sehr großen Mehrheit der Staaten gewählt wird? Annalena Baerbock ist relativ jung, unwidersprochen eine qualifizierte deutsche Spitzenpolitikerin und muss natürlich eine faire Chance erhalten, sich beruflich weiterzuentwickeln. Viele Staaten entsenden seit Jahr und Tag Spitzenpolitiker und eben nicht Karrierediplomaten in UN-Spitzenpositionen wie z. B. die des UN-Generalsekretärs. Und das hat gute Gründe: gerade bei schwierigen Dossiers ist es wichtig, dass man letztendlich auf nationale und internationale politische Netzwerke zurückgreifen kann, um dann zu Entscheidungen zu kommen. Ihr Gerede von Postenschacher ist deshalb fast schon ehrabschneidend und, sorry, wenn ich das so sage, vom Populismus der Bild-Zeitung kaum noch zu unterscheiden. Annalena Baerbocks Außenpolitik war oft nicht unumstritten, wurde aber selbst von liberal-konservativen Medien wie der FAZ immer wieder recht positiv kommentiert. Roger Peltzer, Kempen

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