brief des tages:
Erneuerbare ausgebremst
„Energiewende-Bericht: Das Ende der Wende?“, taz vom 16. 9. 25
Das Energiemonitoring ist da – und jede/r legt es nach eigenem Gusto aus. 80 Prozent Erneuerbare beim Strom bis 2030 und bis 2045 Klimaneutralität – diese Ziele werden nicht infrage gestellt. Nicht klar benannt wird aber die riesige Differenz von Stromverbrauch und Gesamtenergiebedarf für die Klimaneutralität bis 2045. Frau Reiche folgert jetzt aus dem nun geringer bezifferten Strombedarf bis 2030 lieber, doch langsamer und preiswerter auf Erneuerbare umzustellen … Das sind Peanuts, gemessen am Gesamtenergiebedarf und unsicher ist es auch, worauf der Bundesverband Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) hinweist. CDU und FDP haben vor 12 Jahren mit dem Argument der zu hohen Kosten die Zukunftsindustrien Erneuerbare abgewürgt. Nun kommt schon wieder das Kostenargument, obwohl die Klimafolgeschäden zunehmen und Kipppunkte ab 2 Grad Erderwärmung nicht auszuschließen sind. China dagegen rüstet seit Jahren auf Erneuerbare um, still und beständig wird es so zum Land der Hoffnung. Allein im Mai 2025 wurde so viel Photovoltaik installiert wie seit Beginn in der Bundesrepublik.
Klaus Warzecha, Wiesbaden
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