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brief des tages

Gutgemeinte To-do-Listen reichen nicht

Sicherheit von links gedacht“, taz vom 14. 7. 25

Was mir an dem Kommentar am stärksten auffällt, ist, dass der Autor immer weitere komplizierende Anforderungen als unsere Aufgabe formuliert. Wie sollen wir diese vielfach aufgeladene Aufgabe erfüllen, bei den herrschenden Kräfteverhältnissen?

Leider formuliert er nur das Was, macht aber keine Vorschläge zum Wie – dabei ist das doch das Entscheidende: Wie bewerkstelligen wir das alles denn? Ich vermisse hier erreichbare, realistische Ziele – und Methoden, die da hinführen. In deren Abwesenheit macht sich doch je­de*r von uns ständig verrückt und kaputt, fühlt sich als Versager*in, ohne Perspektive – weil die unkoordinierten individuellen alltäglichen Versuche zu nichts führen. Ich brauche niemanden, der gut gemeinte To-do-Listen aufmacht; ich brauche einen realistischen Aktionsplan, dem sich alle Ge­nos­s*in­nen guten Gewissens verschreiben können. Wir stehen vermutlich kurz vor einer Regierung mit Nazibeteiligung. Es ist höchste Zeit, alle intellektuellen und moralischen Eitelkeiten zurückzustellen und unser Kerngeschäft zu betreiben. Florian Suittenpointner, Köln

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