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alternative zentrenNimm zwei gegen rechts

Vor einigen Monaten haben wir auf taz.de dazu aufgerufen, mit einem Beitrag zu unserem Soli-Modell „taz zahl ich“ auch „Alles beginnt im Zentrum“ zu unterstützen. Der Anlass: Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wuchs der Druck auf alternative Zentren. Die Kampagne der MONOM Stiftung hilft bundesweit linken, selbstverwalteten Orten. Ein solidarischer Fonds sorgt dafür, dass soziokulturelle Zentren nach rechten Angriffen, bei finanziellen Engpässen oder gestrichenen Fördergeldern schnell Unterstützung bekommen.

Unsere Idee: 50 Prozent des ersten Beitrags jeder neuen regelmäßigen Anmeldung bei „taz zahl ich“ gehen an die Kampagne. Von August bis September haben sich 1.100 Menschen angemeldet. Heute können wir verkünden, was dabei zusammengekommen ist: 12.071,89 Euro!

Was die bisherigen Spenden bewirkt haben, berichtet die MONOM Stiftung: „Das Regenbogen-Kombinat in Potsdam konnte einbruchhemmende Schutzfolie für die Fenster verkleben. Nach Nazi-Angriffen haben die Zelle 79 in Cottbus und das AK40 in Suhl Geld für die Reparaturen erhalten. Und das OZ Dortmund konnten wir bei der Miete unterstützen. Vier Orte von über 20, denen akut geholfen wurde. Danke, dass Ihr alternative Kultur- und Jugendzentren mit uns erhaltet!“

Auch wie es weitergeht, hat uns die Stiftung verraten. Drei Jahre lang will sie sechs Zentren in Ostdeutschland mit je bis zu 15.000 Euro im Jahr fördern, damit Sorgen um Strom, Miete und WLAN wegfallen und Raum für neue Ideen entsteht. Die taz schreibt, redet und diskutiert für eine freie, offene Gesellschaft, besonders jetzt, da der Rechtsextremismus erstarkt. Ein freiwilliger Beitrag für taz.de hatte in dieser Aktion eine doppelte Wirkung. Er sichert unsere unabhängige Berichterstattung und stärkt zugleich die Zivilgesellschaft vor Ort im Kampf gegen Rechtsextremismus. taz-zahl-ich-Team