Wie geht’s? – Muss! : Mein erster Tag als taz lab-Praktikant
Ein schwieriger Arbeitsweg, unpassende Kleidung beim Fototermin und andere Hürden. Unser Redakteur Aki berichtet hier, in der taz lab Kolumne #3, über seinen ersten Tag im Praktikum.
taz lab | Hallo, mein Name ist Aki, ich bin 16 und mache ein vierwöchiges Praktikum in der taz, genauer gesagt, beim taz lab. Ich werde hier von meinem ersten Tag erzählen: Wegen der Temperaturen, die denen in Sibirien ähnelten, und dem Glatteis, das dick genug war, um darauf Schlittschuh zu laufen, kam ich an meinem ersten Tag in die taz-Zentrale angezogen wie ein Marshmallow-Männchen.
Nachdem sich alle im Team vorgestellt hatten, brachten sie mich zu einer Konferenz in einem heißen Raum mit vielen Leuten, wo über Themen der wochentaz geredet wurde. Ich verstand rein gar nichts, saß nur verwirrt dabei und wartete auf das Okay, wieder gehen zu dürfen.
Ein Foto? Bitte nicht!
„Heute haben wir übrigens einen Fototermin“, sagte meine taz lab-Kollegin beim Mittagessen in der taz-Kantine. Das war das erste Mal, dass ich davon hörte. „Und zwar sofort“, fügte sie hinzu. Ich war am Boden zerstört, als ich realisierte, dass ich auf dem taz lab-Gruppenfoto in der Zeitung aussehen würde wie ein Reifenladen-Maskottchen, weil ich natürlich ausschließlich hellgraue Sachen trug.
Die Fotos wurden geschossen und meine Hoffnung, nicht zu sehr auf dem Foto aufzufallen, dadurch zerstört, dass ich ganz vorne im Bild saß. Danach bekam ich mit anderen Praktikant*innen eine Einführung ins Redaktionssystem. Dort fühlte ich mich wie ein Kleinkind, das gebeten wird, eine schwere mathematische Gleichung zu lösen. Zuletzt sollten wir uns Mitarbeiterkarten und Logins bei der EDV erstellen lassen. Die IT-Leute erblassten bei meinen Namen und baten mich sofort um einen Spitznamen. Trotz alledem, wenn ihr mich fragt, wie mein erster Tag in der taz war? „Einfach perfekt.“ Wenn ich nächste Woche wieder in der Schule bin und mich jemand fragt: „Wie geht’s?“, wird meine Antwort lauten: „Muss.“