: Westerwelle sieht sich sattelfest
BERLIN dpa ■ FDP-Chef Guido Westerwelle sieht sich trotz der Krise wegen der Parteispendenaffäre um Jürgen Möllemann „ganz sicher“ im Sattel. Kritik an ihm gebe es nur von außen und nicht aus der Partei, sagte Westerwelle gestern nach einer Sitzung des FDP-Präsidiums. Wenn aber etwa SPD-Fraktionschef Franz Müntefering oder SPD-Generalsekretär Olaf Scholz den FDP-Vorsitzenden als Problem darstellten, habe dies bei den Liberalen keine Auswirkungen. Vorsichtig äußerte er sich zu einem Spiegel-Bericht, wonach Möllemann möglicherweise drei Millionen Euro Schmiergeld für ein Panzergeschäft mit Saudi-Arabien erhalten hat, das er damals als Bundeswirtschaftsminister befürwortete. Dies könne er nicht bewerten, zumal es um geheime Unterlagen gehe. Er erwarte, dass die Staatsanwaltschaft ermittle, so Westerwelle.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen