specht der woche: Weniger Kai Pflaume wagen!
Christian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe Berlin. Wenn er möchte, zeichnet er uns den „Specht der Woche“
Hier geht es um das 75-jährige ARD-Jubiläum. Da war jetzt am Samstag eine große Show. So was schaue ich mir an. Weil das spannend ist.
Ich mag die ARD gerne, die „Tagesschau“-Sprecherin Susanne Daubner zum Beispiel, die so nett gelacht hat während der Sendung. Spannende Sendungen gibt es, aber „Klein gegen Groß“ ist keine davon; diese Kindersendung, die ist langweilig, da war „Musikantenstadl“ viel besser!
Auch das ZDF – früher viel schöner! Früher auf der Funkausstellung hatten die auch noch Aufkleber und Kulis, alles weg jetzt. Die Funkausstellung war auch länger als die IFA heute!
Die Jubiläumsshow moderierte übrigens Kai Pflaume. Den gibt es schon ewig, der ist etwas langweilig. Das ist kein Widerspruch, dass ich das Alte vermisse, aber nicht jeden ewig sehen möchte. Es kann nicht nur immer nach der Einschaltquote gehen.
Karl Moik hat das einfach bei Weitem besser gemacht mit dem „Stadl“. Der würde sich das heute nicht anschauen. Vielleicht werde ich ja noch mal ARD-Intendant! Dann dürfte ich mitentscheiden.
Protokoll: Ambros Waibel
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