: Weitere Priester unter Verdacht
PADERBORN ap ■ Der Kirchenskandal um sexuelle Misshandlung von Kindern weitet sich auch in Deutschland immer mehr aus. Gestern wurde bekannt, dass gegen zwei Priester aus dem Erzbistum Paderborn ermittelt wird. Zugleich wurde ein Pfarrer des Bistums Regensburg wegen Verdachts auf Kindesmissbrauch von der Seelsorge entbunden. Oberstaatsanwalt Heiko Oltmanns erklärte, gegen einen 38-jährigen Priester aus Holzwickede sei am 14. März Anklage erhoben worden. Schon früher sei ein Hauptverfahren gegen ihn wegen mehrerer Missbrauchsfälle angesichts mangelhafter Beweislage nicht zugelassen worden, nun gebe es neue Beweismittel. Das Gericht habe noch nicht über die Zulassung des Hauptverfahrens entschieden. Das Generalvikariat in Paderborn bestätigte ohne Angaben näherer Details, dass gegen einen weiteren Geistlichen aus dem Erzbistum ein Verdacht besteht. Beide Männer seien inzwischen nicht mehr im Dienst.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen