: „Wehrmachtshelme“ für Holland
Den Haag (dpa/taz) – In den Niederlanden gibt es Streit um die Einführung eines neuen Soldatenhelms, der starke Ähnlichkeit mit den Helmen der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg hat. Der bekannte Historiker Lou de Jong sagte am Sonntag abend im niederländischen Fernsehen, der Helm verletze „Gefühle, die bei vielen Niederländern noch immer sehr lebendig sind“. Der ehemalige KZ-Häftling Bob Cahen wies darauf hin, daß der „Stahlhelm“ für ihn und seine Leidensgenossen das hervorstechendste Merkmal der deutschen Soldaten gewesen sei. „Bei jedem, der den Krieg mitgemacht hat, werden nun die alten Erinnerungen wieder hochkommen.“ Ähnlich äußerten sich ein Vertreter der jüdischen Gemeinden in den Niederlanden und ein Psychologe, der sich auf die Betreuung von Nazi-Opfern spezialisiert hat. Die niederländische Armeeführung ist jedoch entschlossen, den Helm ab 1995 zum neuen Standard zu machen. Major Jan Boer: „Er sitzt einfach besser.“
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen