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Wegen Drohung Wohnung durchsucht

■ Polizei fand Stilett bei beschuldigten Silvester-Flaschenwerfern

„Wenn wir wieder freikommen, gehen wir an unsere Waffen, und dann geht es Euch schlecht.“ Dieser Satz eines der 27 Partygäste, die in der Neujahrsnacht in Gewahrsam genommen wurden (taz berichtete), hat die PolizistInnen veranlaßt, besagte Wohnung am Dobbeneck nach der Räumung zu durchsuchen. So lautete gestern die Stellungnahme der Polizei auf Anfrage der taz. Gefunden wurde jedoch nur ein Stilett, das nicht unter das Waffengesetz fällt, also auch nicht mitgenommen wurde. Das Fehlen eines Diktiergerätes wurde ohne konkrete Stellungnahme nur bestätigt.

Die Partygäste waren zuvor in Verdacht geraten, an der Sielwallkreuzung postierte Beamte mit Flaschen beworfen zu haben. Man habe alle 27 Partygäste in die Justizvollzugsanstalt nach Oslebshausen bringen müssen, um sie dort einzeln vernehmen zu können, so Polizeipressesprecher Frank Kunze. Drei Beamten hatten zuvor das Fenster, aus dem Flaschen und Dosen auf die Sielwallkreuzung geworfen worden waren, eindeutig identifiziert und der Wohnung zugeordnet, in der die Party stattfand. Dort soll es dann geheißen haben: Wir sagen nicht, wer es gewesen ist. Die Ergebnisse der Vernehmungsprotokolle lagen gestern noch nicht vor. „Vermutlich wird nichts dabei rauskommen“, so Pressesprecher Kunze gestern. sip

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