Was fehlt …: … die Ninja-Ausbildung
In kürzester Zeit erreichten die japanische Stadt Iga, die einst Hochburg der Ninja war, über 114 Bewerbungen für Stellen im neuen Kampfkunstmuseum. Man würde Menschen für die Ausbildung zum Ninja suchen, hieß es in entsprechenden Medienberichten. Gehalt: 20.000 bis 72.000 Euro im Jahr. Wer will nicht offiziell als gutbezahle*r Ninja arbeiten, und wie im Film nachts vermummt über die Häuserdächer schweben und schneller sein, als der Wind? Die Ausschreibung für die Ninjutsu-Ausbildung der Stadt hat nur einen Haken: Es gibt sie so nicht.
Auslöser war ein Bericht des US-Radiosenders NPR, der wiederum leicht verändert von anderen aufgegriffen wurde. „Iga hat keine Informationen über einen ‚Mangel von Ninjas in Iga‘ oder über ein ‚jährliches Einkommen von Ninjas‘ in Umlauf gebracht“, erklärte die Stadt auf ihrer Internetseite. „Wir sind einfach nur fassungslos“, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Tja, müssen doch wieder nur die Filme her. Wer trotzdem sich mal als Ninja fühlen will, kann sich in Iga auch ein Kostüm leihen und für einen Tag als Fighter durch die Stadt laufen – ähnlich wie die temporären Geishas in Kyoto. (afp/taz)
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