piwik no script img

Vergewaltigt im Heim

Frankfurt/Main (epd) – Wiederholte sexuelle Belästigungen und Vergewaltigungen von Flüchtlingsfrauen in der Bundesrepublik hat die Evangelische Frauenarbeit in Deutschland beklagt. Häufig würden alleinstehende Frauen, von denen viele bereits vor der Flucht mehrfach vergewaltigt worden seien, auf engstem Raum mit fremden alleinstehenden Männern untergebracht, kritisierte die Dachorganisation evangelischer Frauenverbände anläßlich des heutigen „Internationalen Frauentages“. Für diese Frauen „hört die Angst nicht auf“, heißt es in der Erklärung. In den Sammelunterkünften sei die Einrichtung geschützter Räume für weibliche Flüchtlinge und ihre Kinder „dringend erforderlich“. Als Folge des sogenannten Asylkompromisses befürchtet der Verband, daß künftig mehr Frauen gezwungen sein werden, illegal in der Bundesrepublik zu leben. Die Prostitution sei für sie dann häufig die einzige Möglichkeit zum Lebensunterhalt.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen