: Unser Thema!
SPD-Chef Rudolf Scharping und NRW-Ministerpräsident Johannes Rau haben ihrer Partei gestern geraten, den Bündnisgrünen trotz möglicher Koalition nicht das Feld der Reformen zu überlassen. Sozialdemokratische Reformpolitik sei nicht ausschließlich mit den Grünen durchsetzbar, so Scharpings Erkenntnis beim SPD-Parteirat in Bonn. Die Partei müsse ihren eigenen programmatischen Dreiklang aus ökonomischer, sozialer und ökologischer Kompetenz weiter schärfen. Das gelte ungeachtet der „entscheidenden Wirkungen und Auswirkungen“ einer rot-grünen Koalition in Düsseldorf für die Bundespolitik. Er warnte ausdrücklich vor der Neigung, „gewünschte Partner streitfrei zu stellen“. Rau erklärte unter Genossenbeifall: „Die SPD darf sich weder den Begriff noch die Sache der Reform wegnehmen lassen.“ Er erinnerte daran, daß die SPD in Nordrhein-Westfalen auch ohne die Grünen den Ausstieg aus der Atomenergie geschafft habe.AFP
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen