: UKE: Nachweislich drei Strahlentote
Drei Krebs-Patienten der Radiologie des Universitätskrankenhauses Eppendorf (UKE) sind nachweislich an erhöhten Strahlendosen gestorben. Das ergab die Obduktion von drei Strahlen-Opfern, bestätigten Sprecher der Wissenschaftsbehörde und der Staatsanwaltschaft gestern. Das Ergebnis eines zusätzlichen Gutachtens stehe allerdings noch aus. Nachdrücklich wiesen sie einen Bericht in der neuesten Ausgabe des Magazins „Focus“ zurück, wonach etwa 100 Patienten des UKE an zu hoch dosierten radioaktiven Strahlen starben. Es gebe im Zusammenhang mit dem Strahlenskandal 279 Schadensersatzansprüche von Angehörigen und Patienten, sagte Wissenschaftsbehördensprecher Tom Janssen. Insgesamt 125 der von Prof. Klaus-Henning Hübener im UKE behandelten Krebskranken seien inzwischen gestorben. 67 Patienten oder ihre Angehörigen erhielten bisher Zahlungen von gut fünf Millionen Mark. In fünf Fällen seien Schadensersatzansprüche zurückgewiesen worden. lno
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