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Tief dröhnendes Röhren

Krisenzeit bedeutet für Chefredakteure enormen Stress

BONN dpa/taz ■ In den Blätterwäldern ist jetzt wieder tief dröhnendes Röhren zu hören. Von Mitte September bis Mitte Oktober herrscht Krisenzeit beim Wildjournalismus. Das Naturschauspiel bedeute für die Chefredakteure aber „Stress pur“, berichtete der Deutsche Journalistenschutz-Verband (DJV) am Donnerstag in Bonn. In der Krisenzeit verliere ein Chef 15 bis 20 Kilogramm an Gewicht. Der Chefredakteur müsse nicht nur die Kollegen zusammenhalten und kontrollieren, ob sie in Schreiber-Laune seien, sondern oft auch noch Nebenbuhler vertreiben. Und die gebe es reichlich, erläuterte der DJV. Denn nur die stärksten Chefs versammelten ein Rudel Kollegen um sich, während die jüngeren Rivalen ständig versuchten, sie ihnen abspenstig zu machen. Wer in den Genuss des Röhrens gelangen will, dem rät der DJV zur Wanderung durch Wildzeitungsgebiete.

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