piwik no script img

■ Gurke des TagesTED

Wer gerne lacht, sollte das jetzt schnell noch einmal tun, denn ab sofort ist Schluß mit lustig. Kein Spaß, kein Scherz mehr. Wir reden nämlich über Ted. Öhöhö, nicht was Sie denken, den Kennedy und neuer Schmuddelkram von Marilyn Monroe. Und auch nicht von Grateful Ted, jener kalifornischen Combo, die Kollege Matti ganztägig hört. Es handelt sich bei Ted vielmehr um eine Verschwörung, gegen welche die italienische Geheimloge P2 sich ausnimmt wie ein Ministrantenverein.

Übertrieben finden Sie das? Öhöhö, ich habe den gestrigen Vormittag versucht, diesem klandestinen Klub auf die Schliche zu kommen. Keine Chance. Wer nämlich hat uns denn am Donnerstag nächtens Synchronschwimmen ins Haus geschickt? Offiziell: Ted. Nur, keiner weiß was, keiner kennt ihn. Schon allein der Name!! Anfrage in der Medienredaktion: Schulterzucken. Der Dokumentar: Nur ?? Matti vermutet Telefonischer AbhörDienst, ähm...

Der NDR? Weiß nix. Der Süddeutsche Rundfunk (SDR), verantwortlich für Olympia '92, versucht die Zermürbungstaktik: x-faches Verbinden mit zufälligem Aus-der- Leitung-Werfen. Später: Rufen Sie doch die Post an, es handelt sich um einen Postservice. Öhöhö, die Post! Dieses Bermudadreieck!

Trotzdem: Zahlen will ich! Verantwortliche! Gibt aber keine, nirgendwo. Fest steht bloß, am Donnerstag lief bei der ARD um 23Uhr Synchronschwimmen, vorgeblich ein Zuschauerwunsch, eingesammelt von Ted. Synchronschwimmen! Ich bitte, selbst ein ansonsten wahluntaugliches Volk würde sich das nimmermehr antun. Doch? Herrje, was machen sie mit uns, und vor allem: Wer?? Nichtmal bei George Orwell war sowas vorgesehen! Herr Thömmes

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen