Streit der Woche: Gehört Elektroautos die Zukunft?
Die Automobilausstellung in Frankfurt hat Elektroautos zu ihrem diesjährigen Schwerpunkt gemacht. Aus gutem Grund, denn obwohl sie CO2- und lärmarm sind, waren bis 2009 nur 1.452 Stück registriert.
Bild: dpa
Offiziell sind sich Bundesregierung und Autoindustrie einig: Das Auto des 21. Jahrhunderts fährt mit Strom. Die Internationale Automobilausstellung, die am 15. September in Frankfurt beginnt, macht Elektroautos zum Schwerpunkt. Das Bundeskabinett hat im August einen Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität vorgestellt. Das Ziel: Bis 2020 sollen eine Million Pkw mit Elektroantrieb auf deutschen Straßen fahren.
Gute Gründe für einen Paradigmenwechsel gibt es schon lange: die fossilen Brennstoffe gehen zur Neige, der CO2-Ausstoß im Personenverkehr ist einer der Hauptverursacher des Klimawandels und selbst die Lärmbelastung durch Elektroautos ist gering. Trotzdem waren beim Kraftfahrzeugbundesamt zum Jahresanfang 2009 gerade einmal 1.452 Elektroautos in Deutschland registriert. Geringe Batterielaufzeiten, zu wenig Ladestationen und zu hoher Preis sind die Gründe, warum die Technologie noch nicht zum Massenphänomen wurde - so die Kritiker.
Die Ingenieure arbeiten dran, sagen die Autobauer. Ein breites Angebot an serienmäßig produzierten Modellen fehlt - gleichzeitig investieren die großen Herrsteller aber immer noch den Großteil ihrer Forschungsetats in die Verbesserung der Verbrennungsmotoren.
Kritik kommt auch aus den Umweltverbänden: Das Elektroauto sei nur so umweltfreundlich wie der Strommix, mit dem sie betrieben werden. Und führe außerdem den Traum vom Individualverkehr fort: Jedem Deutschen sein Auto. Aber das sei genau das Dogma mit dem eigentlich gebrochen werde müsse.
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