: Strafanzeige gegen Amtsleiter
Gegen den Stellvertretenden Leiter des Amtes für Jugend, Jürgen Näther, hat der gemeinnützige Verein Kinderhaus e.V. im Sternipark gestern Strafanzeige erstattet. Vorwurf: Verdacht der Untreue bei der Vergabe von 300000 Mark Fördermitteln. Das Geld hatte Näther dem Verein „Pusteblume“ bewilligt, dessen sieben Mitglieder identisch sind mit Geschäftsführern und Angestellten der Baufirma Espig GmbH sowie deren Familienmitgliedern ( die taz berichtete).
Das Geld sei, so die Strafanzeige, „an dem nur scheinbar gemeinnützigen Verein vorbeigeflossen“ — direkt in die Kasse der Baufirma. Näther sowie weitere Mitarbeiter der Behörde hätten davon gewußt; dies belege auch eine Senatsantwort auf eine Frage GAL- Abgeordneten Ulla Bussek. Die „öffentlichen Mittel“ seien in eine gewinnwirtschaftlich orientierte GmbH umgeleitet. Darüber hinaus sei der Baufirma ein städtisches Grundstück vermittelt worden. Damit habe Näther seine Befugnis, über Vermögen der Hansestadt zu verfügen, mißbraucht; denn ausschließlich anerkannte freie Träger der Jugendhilfe hätten gefördert werden dürfen. uk
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen