Stadtentwicklung: Kleine Schritte in Tempelhof

NACHNUTZUNG Vor der Sommerpause will sich Berlin mit dem Bund über den Kauf von Flächen einigen. Zunächst laufen erste Umbauten in den Gebäuden

Auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof ist nicht nur am heutigen Tag der offenen Tür Betrieb. Von außen weitgehend unbemerkt, laufen die Vorbereitungen für die erste große Veranstaltung auf dem Gelände nach der Schließung des Airports: die Modemesse Bread & Butter Anfang Juli.

"Die Veranstalter brauchen beispielsweise Durchbrüche zwischen den Hangars", erklärt Katja Potzies, Sprecherin des Berliner Immobilienmanagements (BIM), das sich um die Vermietung des Areals kümmert. Auch an den Sanitäranlagen müsse gearbeitet werden und vor den Wintermonaten werde eine Heizung installiert. Darüber hinaus solle ein Zugang direkt vom Vorfeld in die Hangars geschaffen werden.

Neben der Modemesse gibt es bereits eine Reihe weiterer Mieter: Die Laufmesse im Zusammenhang mit dem Marathon wird im September auf dem Areal stattfinden, zudem baut die Bundeswehr bis 2010 am Radarturm an. In dieser Woche sollen die Verträge mit einem Reitturnier unterzeichnet werden. Mit weiteren Mietinteressenten sei das BIM im Gespräch.

Auch die Zentral- und Landesbibliothek könnte es nach Tempelhof verschlagen. Der Regierende Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit (SPD) hatte erklärt, er habe das Projekt in den laufenden Haushaltsberatungen angemeldet. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wird derzeit die Möglichkeit geprüft, einen Neubau der Bibliothek in Tempelhof unterzubringen. Das Verfahren solle bis Ende Juni abgeschlossen sein. Eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Finanzen zeigte sich optimistisch, dass auch die Verhandlungen zwischen Berlin und dem Bund über den Kauf von dessen Anteilen vor Beginn der Sommerpause zu einem Ergebnis kommen. Finanziell rechnet das BIM "mittelfristig mit einer schwarzen Null" für die laufenden Kosten. Der Investitionsrückstand der Gebäude lasse sich jedoch mit den Einnahmen durch die Vermietung nicht aufholen, so Potzies. Zahlreiche Gebäudeteile befinden sich noch heute im Rohbau.

Wie es für den Teil des Flughafengeländes weitergeht, der nicht Hangar oder Rollfeld ist, könnte sich am Donnerstag abzeichnen. Dann stellt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung den Siegerentwurf des zweistufigen Ideenwettbewerbs zum Columbiaquartier vor. In die zweite Stufe hatten es zwölf Arbeiten geschafft. Der Siegerentwurf soll in den Masterplan für das Gelände aufgenommen werden.

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