Specht der Woche 06.09.2021: Wer war Marianne Cohn?

Christian Specht findet, dass die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit in den Schulen zu kurz kommt.

Foto: Christian Specht

Früher war ich mal auf der Marianne-Cohn-Schule hier in Berlin. Das ist eine Förderschule. Sie ist benannt nach einer Frau aus Schöneberg. Sie war jüdisch und musste 1934 mit ihrer Familie vor den Nazis fliehen. Sie ist dann später in Frankreich in der Widerstand gegangen. Leider ist sie verhaftet und getötet worden.

Der Künstler

Christian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe. Wenn er möchte, zeichnet er uns den „Specht der Woche“.

Ich habe damals gar nichts darüber gewusst. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir über die Geschichte mal gesprochen haben im Schulunterricht. Dabei heißt ja sogar die Schule so.

Grade auf einer Förderschule finde ich es wichtig, dass die Kinder sich mit dem Thema auseinandersetzen. Ich weiß nicht, warum man das damals mit uns nicht gemacht hat.

Vielleicht wollten die Lehrer nicht so gerne darüber reden? Ich hoffe, dass das heute im Schulunterricht mehr gemacht wird. Die Geschichte in Deutschland geht alle an und man muss davon erfahren, in jeder Schule.

Protokoll: PWE