piwik no script img

■ SoldatenlebenIn der Liegestütz

Bonn (AFP) – Das Verteidigungsministerium hat wegen einer Sexaffäre gegen Offiziere des Jagdbomber-Geschwaders 33 in Büchel bei Cochem an der Mosel disziplinarische Ermittlungen eingeleitet. Nach einem Vorabbericht des Stern haben bei einer Jahresabschlußfeier in der Kaserne nackte Frauen auf Tischen getanzt und Soldaten über Stripperinnen in Mini-Tangas Liegestütz geübt. Die Frauen seien vom Chef einer Instandsetzungsstaffel des Tornado- Geschwaders bei einer Agentur in Koblenz verpflichtet worden. Die Soldaten durften dem Stern zufolge die Models mit Öl einschmieren und mit ihnen auf einer Gummimatte Ringkämpfe austragen. Andere Bundeswehrangehörige hätten vor den Teilnehmern der Feier demonstriert, wie ihre Frauen beim Orgasmus stöhnen. Ein Soldat habe die Sexspiele auf Video aufgenommen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen