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„Rußland wird's schaffen“

■ IWF-Direktor ist optimistisch

Washington (dpa/vwd) – Rußland und die anderen früheren sowjetischen Republiken werden nach Ansicht des Direktors des Internationalen Währungsfonds (IWF), Michel Camdessus, unvermeidlich Rückschläge bei ihren Wirtschaftsreformen erleben. Sie werden aber, wie Camdessus am Donnerstag in Washington sagte, die Aufgabe meistern, „vorausgesetzt, die Industrieländer bewahren offene und wachsende Märkte für Exporte aus den Ländern im Übergang und leisten angemessene finanzielle Unterstützung“. Die Bereitschaft, Produkte aus Osteuropa auf ihre Märkte zu lassen, ist allerdings in EG und USA nicht allzu ausgeprägt.

Einige osteuropäische Länder, die mit den Reformen früher angefangen hätten, zeigten erste Erfolge, so Camdessus. Osteuropa werde 1993 zum ersten Mal in fünf Jahren mit einem bescheidenen Wirtschaftswachstum rechnen können. Für die weitere Entwicklung in Osteuropa, den GUS-Ländern und der Dritten Welt wies Camdessus den Industrieländern eine Schlüsselrolle zu. Die Welt brauche einen kräftigen und anhaltenden Aufschwung in den USA.

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