: Römer waren Schweine
Antike Badeanstalten boten hygienisches Kannä
Auch die alten Römer pinkelten schon ins Nichtschwimmerbecken. So lässt sich eine Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zusammenfassen: „Die hygienischen Bedingungen in Bädern der antiken Stadt Pompeji waren schlecht“, meldete 1.947 Jahre nach der Verschüttung des römischen Orts durch den Vulkan Vesuv die Reinheitsagentur dpa am tertia decima Ianuarii anno MMXXVI. Der Zustand der ältesten öffentlichen Badeanlagen entspräche „nicht den hohen Hygienestandards, die man üblicherweise den Römern zuschreibt“, heißt es. In den Bassins, die aus vorrömischer Zeit um 130 vor Christus stammen, konnten die Forschenden nachweisen, dass das Badewasser nicht regelmäßig erneuert wurde. Kurz gesagt: Eine einzige Schweinewälzgrube waren die pompejischen Bäder, in denen man sich höchstwahrscheinlich von Schanker bis Schleppscheiße alles holen konnte, was der öffentliche Markt der unhygienischen Möglichkeiten so zu bieten hatte. Als hätten dort Hannibals Elefanten wie in der Schlacht von Kannä ihre Notdurft verrichtet. Badegäste, Freunde, Römer! Ihr angeblichen Saubermänner wart ein einziger Sauhaufen!
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