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■ ReiseNotizenDer Pharao als Ägyptens PR-Mann

Ägypten hat eine erste Bilanz aus den jüngsten politischen Anschlägen gezogen. Fazit: Von den drei Millionen Touristen, die von September bis November in das Land reisten, sind neun zu Schaden gekommen, darunter fünf Deutsche. Nach Ansicht des Tourismus-Vizeministers Said Moussa hat nur der Gruppen-, aber nicht der Individualtourismus gelitten. Obwohl seit Mitte November Ruhe herrscht, sei der Touristenstrom derzeit um vierzig Prozent kleiner als sonst. Moussa: „Dadurch fühlen sich jetzt viele Besucher angezogen und machen eine ungeplante Ägyptenreise.“

Konkrete Zahlen zum Ägyptentourismus liegen bereits von vier deutschen Veranstaltern vor: Neckermann meldet bis Ende November 750 Stornierungen, was vier Millionen Mark Umsatzverlust entspricht, bei Studiosus sind 450 Kunden von ihrer Ägyptenreise zurückgetreten, bei Kreutzer 130 Gäste. ITS registriert zwar keine Absagen, jedoch ist die Steigerung von zehn auf null Prozent zurückgegangen.

Um den Fremdenverkehr wieder anzukurbeln, der dem Land pro Jahr drei Milliarden Mark an Devisen bringt, ist unter anderem eine große Ausstellung über den legendären Pharao Tutanchamun geplant.

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