: Rathausverkauf in München auf Eis
MÜNCHEN dpa ■ Nach heftigem Widerspruch der CSU-Staatsregierung hat die Stadt München den geplanten Verkauf ihres Rathauses auf Eis gelegt. Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) habe das Vorhaben torpediert, sagte Felix Gertkemper, Sprecher der Münchner Kämmerei, am Donnerstag. Dies hätte nach seinen Worten zu unabsehbaren Verzögerungen führen können. Mit einem Steuertrick wollte der sozialdemokratische Oberbürgermeister Christian Ude die leere Münchner Stadtkasse um 20 Millionen Euro auffüllen. Geplant war, den neugotischen Monumentalbau samt Glockenspiel und zwölf weitere Gebäude der Stadt an eine private Stiftung zu verkaufen. Dabei sollte das Erbschaftssteuerrecht so ausgenutzt werden, dass die Stadt München auch nach dem Verkauf faktisch Eigentümer geblieben wäre. Die bayerische Stadt ist seit Sommer dieses Jahres so gut wie pleite. Hauptgrund für die Finanzmisere ist der drastische Einbruch bei der Gewerbesteuer.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen