: Protest gegen Judenhass
Ägyptische TV-Serie soll gestoppt werden. Washington und Jerusalem finden das Programm antisemitisch
JERUSALEM/KAIRO dpa ■ Israel und die USA wollen die Ausstrahlung einer neuen TV-Serie im ägyptischen Fernsehen verhindern, die angeblich stark antisemitische Elemente enthält. Israel hat die Regierung in Kairo schon mehrmals aufgefordert, die Sendung der 30-teiligen Serie „Reiter ohne Pferd“, die von Mitte kommender Woche an ausgestrahlt werden soll, zu unterbinden. Die Serie, die Israel das Existenzrecht abspreche, verstoße gegen das Friedensabkommen von 1979 mit Ägypten. Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte, die USA seien gegen die Ausstrahlung von Programmen, „die wir als rassistisch und unwahr ansehen“. Außerdem gibt es Gerüchte, Iraks Präsident Saddam Hussein solle das TV-Projekt persönlich unterstützt haben. Mitglieder des Medien-und-Kultur-Komitees im ägyptischen Parlament hatten in der vergangenen Woche Israels Forderung nach einem Ausstrahlungsverbot abgelehnt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen