piwik no script img

Präsident ohne Mehrheit

TEGUCIGALPA epd ■ Der künftige Präsident von Honduras, Ricardo Maduro, wird sich im Parlament nicht auf eine sichere Mehrheit stützen können. Nach dem Stand der Stimmenauszählung vom Montagabend (Ortszeit) erzielte Maduros konservative Nationale Partei mit 46,2 Prozent zwar die meisten Stimmen, verfehlte damit aber die absolute Mehrheit. Die Liberale Partei kam auf 39,7 Prozent. Die übrigen Stimmen entfielen auf drei kleine Parteien, die der Liberalen Partei näher stehen als der Nationalen Partei.

In Honduras waren am vergangenen Sonntag der Präsident, das Parlament und die Bürgermeister gewählt worden. Die Präsidentenwahl hat Oppositionskandidat Maduro mit 52,7 Prozent deutlich gewonnen. Rafael Pineda Ponce von der regierenden Liberalen Partei kam auf 42,7 Prozent. Auch bei den Bürgermeisterwahlen gewann die Nationale Partei in der Hauptstadt Tegucigalpa und in den meisten größeren Städten des Landes.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen