Popkomm: Zusammen wollen sie stark sein

Viele Musiklabels nutzen die Popkomm zur Vernetzung und zum gemeinsamen Kampf gegen Raubkopierer.

In Berlin gibt es noch was zu holen. Während in ganz Deutschland die Musikindustrie über illegale Tauschbörsen im Internet und das Ende des goldenen CD-Zeitalters klagt, leben immer mehr Menschen in dieser Stadt von Musik. Und die Gründe dafür sind nicht nur bei den großen Musikfabriken wie Universal oder MTV am Spreeufer zu finden.

Mehr als eine Milliarde Euro setzen die gut 1.500 Unternehmen - vom Tonstudio bis zum Konzertveranstalter - laut Wirtschaftsverwaltung mit Musik um; ein Wachstum seit dem Jahr 2000 von immerhin 4 Prozent. Kein Wunder, dass Senatssprecherin Petra Schwarz die dreitägige Musikmesse Popkomm "für die Berliner Musikwirtschaft unverzichtbar" findet.

Ein Grund für die prosperierende Berliner Szene dürfte die "Label Commission" sein, die seit fünf Jahren unabhängige Musiklabels vernetzt und unterstützt und auf der Popkomm mit einem Gemeinschaftsstand vertreten ist. Klaus Gropper von der Popkomm nennt es "innere Organisiertheit", die den Erfolg der Berliner ausmacht. Trotz wachsendem Konkurrenzdruck haben sich inzwischen rund 250 Labels zusammengeschlossen und besinnen sich ihrer gemeinsamen Interessen: bessere Verträge bei der Gema aushandeln, mehr Gewicht bei Verhandlungen gewinnen oder die Einhaltung der internationalen Rechte zu kontrollieren.

Im Mittelpunkt der Messe wird dann auch die Frage stehen, wie sich das Raubkopieren eindämmen lässt. In seiner Eröffnungsrede am Mittwoch appellierte Kulturstaatsministers Bernd Neumann (CDU), geistiges Eigentum verstärkt zu schützen und Rechteinhaber zu unterstützen, vor einem Zivilgericht ihre Ansprüche einzuklagen. giw

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