piwik no script img

Wolfsgruß-GestePolizei geht von Fälschung aus

Die Polizei prüft eigenen Angaben zufolge Aufnahmen im Internet, die angeblich einen Polizisten mit Palästina-Flagge und der sogenannten Wolfsgruß-Geste zeigen sollen. Es gebe Hinweise, dass es sich um ein gefälschtes Bild handelt, schrieb die Behörde auf der Plattform X. „Wir prüfen das selbstverständlich – auch im Hinblick auf das unberechtigte Tragen eines polizeilichen Hoheitsabzeichens“, so die Polizei weiter. Auf einem Foto ist ein Mann in vermeintlicher Polizeidienstkleidung zu sehen, der mit erhobenem Zeigefinger und anderen Männern hinter einer Palästina-Flagge steht. Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Benjamin Jendro, schrieb bei X dazu: „Hemd zu hell und ohne Abzeichen, schwarze Hose, braune Schuhe = Fakeuniform!“ Der Wolfsgruß drückt die Zugehörigkeit oder das Sympathisieren mit der türkischen rechtsextremen Ülkücü-Bewegung und ihrer Ideologie aus. In der Türkei wird er etwa von der ultranationalistischen Partei MHP genutzt, die Partner der Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan ist.

(dpa)

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen