■ Peseten: Noch mal gerettet
Madrid (dpa) – Spaniens Zentralbankpräsident Luis Angel Rojo hat gestern Zinssenkungen in naher Zukunft abgelehnt. Niedrige Zinsen würden jeden Versuch zunichte machen, die Inflation einzudämmen und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Seit Wochenbeginn gilt die Pesete als nächster Ausstiegskandidat aus dem Europäischen Währungssystem. Der Druck auf die spanische Währung ließ gestern wieder leicht nach. Nach Rojos Ansicht werden die Turbulenzen im EWS voraussichtlich noch einige Monate anhalten, weil sowohl die Wirtschaftslage in den meisten EG- Ländern wie der Ratifizierungsprozeß des Maastricht-Vertrags Faktoren der Verunsicherung darstellten. Entscheidend sei auch das Verhalten der Deutschen Bundesbank.
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