: Pensionsfonds sucht Deckung
MÜNCHEN rtr ■ Der Siemens-Konzern hat eine milliardenschwere Deckungslücke in seinem Pensionsfonds, will aber keine Maßnahmen dagegen ergreifen. So kommentierte ein Sprecher des Konzerns gestern einen Bericht der Financial Times Deutschland (FTD). Die Zeitung hatte berichtet, dass die US-Börsenaufsicht SEC Siemens Ende September auffordern werde, die Deckungslücke von 5,1 Mrd. Euro zu schließen. Grund für die Lücke ist der Kursverfall der Infineon-Aktie um rund 75 Prozent. Der Siemens Pension Trust hält früheren Angaben zufolge rund 12,5 Prozent an Infineon. In der Vergangenheit hatte Siemens Anteile an dem Halbleiter-Unternehmen an den Pensionsfonds übertragen, um so die Mehrheit an Infineon abzugeben. Der Sprecher von Siemens wollte sich nicht äußern, wie der Konzern gegebenenfalls die Lücke schließen würde.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen