piwik no script img

■ OsttimorGusmao-Prozeß

Berlin (taz) – Der verhaftete Führer der Rebellenorganisation FRETILIN, Gusmao, hat möglicherweise seine bisherigen Aussagen widerrufen. Das vermutet die Menschenrechtsorganisation IMBAS, nachdem ihm am Mittwoch verboten wurde, vor Gericht seine Verteidigungsrede zu halten, während seine schriftliche Erklärung nicht veröffentlicht werden dürfe. Ausländische Beobachter wurden am Mittwoch gehindert, am Prozeß teilzunehmen. Gusmao, für den sich auch UNO-Chef Ghali eingesetzt hat, muß mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen