Opposition beantragt Demo-Genehmigung: Proteste auch im Iran angekündigt

Die Opposition im Iran will aus Solidarität mit den Ägyptern demonstrieren. Das Innenministerium muss nun entscheiden, ob Demonstrationen genehmigt werden.

Drohen auch ihm neue Proteste? Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Bild: dpa

TEHERAN rtr | Die Protestbewegung in der islamischen Welt ermutigt nun auch die Opposition im Iran. Die sogenannte grüne Bewegung will erstmals seit der Niederschlagung ihrer Proteste 2009 wieder auf die Straße gehen und aus Solidarität mit den Massendemonstrationen in Ägypten und Tunesien zu einem Marsch aufrufen.

Die Oppositionsführer Mirhossein Moussawi und Mehdi Karubi beantragten dafür eine Genehmigung beim Innenministerium. Die Demonstration solle am Montag, 14. Februar, stattfinden, heißt es in dem Antrag, den die beiden auf ihren Internetseiten veröffentlichten. "Wir bitten um die Erlaubnis, um unsere Solidarität mit der öffentlichen Bewegung in der Region zu zeigen, besonders mit dem Aufstand für Freiheit der Völker von Tunesien und Ägypten gegen eine tyrannische Regierung."

Die Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad unterstützt die Proteste in der Region als "islamisches Erwachen", unterdrückt aber jeden Widerstand im eigenen Land. Die Opposition wirft Ahmadinedschad vor, sich seine Macht bei der Wahl im Sommer 2009 durch unlautere Mittel gesichert zu haben. Sie hat keine Proteste mehr organisiert, seit Polizei und Militär im Dezember 2009 acht Demonstranten getötet und mehr als 1000 Menschen verhaftet haben.

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