Neues Projekt in 2020

Förderung für Journalistinnen aus Irakisch-Kurdistan

Frauen aus dem Nord-Irak werden im Austausch mit deutschen Medien ihre journalistischen Kenntnisse vertiefen

Aussenansicht der Gedenkstätte für die Opfer des Giftgasangriffs in Halabdscha Bild: Issio Ehrich

Erstmals wird die taz Panter Stiftung im nächsten Jahr 10-15 Journalistinnen aus Irakisch-Kurdistan zu einem einwöchigen Workshop nach Berlin einladen. Wir sprechen vor allem Frauen an, die in Halabja ein Lokalradio betreiben, für Umweltschutz werben und in den umliegenden Flüchtlingslagern zehntausende Syrer und Iraker mit Nachrichten versorgen sowie Frauen über ihre Rechte aufklären.

Halabja wurde im März 1988 von der irkaischen Luftwaffe uter Führung Saddam Husseins mit Giftgas bombardiert, mindestens 3.200 Menschen starben. Das Giftgas wurde im Chemiewaffenprogramm des Irak hergestellt. Deutsche und europäische Chemiefirmen waren am Aufbau der Anlagen beteiligt und lieferten illegal die notwendigen Chemikalien.

Wir waren vor Ort, haben den Bedarf auch für Freelancer anderswo im Nordirak gesehen, zahlreiche Kontakte in der Region geknüpft und werden die traditionellen Kontakte zwischen Berlin und Irakisch-Kurdistan bei der Organisation nutzen. Frauen aus dem Nord-Irak werden im Austausch mit deutschen Medien ihre journalistischen Kenntnisse vertiefen und zugleich eine kleine Auszeit nehmen können. 

Über eine zweckgebundene Spende würden wir uns sehr freuen. Jeder Euro zählt.