: Neue Lottobeiräte
■ Drei SenatorInnen im Rat der „Stiftung Deutsche Klassenlotterie“: Limbach, Meisner und Schreyer
Der Senat hat gestern die neuen Mitglieder des Stiftungsrates der Stiftung Deutsche Klassenlotterie bestellt. Zukünftig werden die Justizsenatorin Jutta Limbach, Finanzsenator Meisner und Umweltsenatorin Schreyer für den Senat über die Vergabe der Gelder entscheiden. Die VertreterInnen der Parteien sind noch nicht bestellt. Der Lottobeirat war kurzfristig arbeitsunfähig geworden, weil die bisherigen, noch vom CDU/FDP-Senat bestellten Mitglieder abberufen worden waren.
Auch die in der Koalitionsvereinbarung in Aussicht gestellte Selbstbedienung des Senats an den Lottomitteln soll bald umgesetzt werden. 50 Prozent der Überschüsse sollen jedes Jahr in den Landeshaushalt überführt werden. Im nächsten Jahr werden Überschüsse in Höhe von 100 Millionen erwartet.
Diese Koalitionsvereinbarung war auf Initiative der SPD zustande gekommen, war aber alsbald auch auf Zweifel in den Reihen der sozialdemokratischen Genossen gestoßen. Befürchtet wird auch von Seiten der AL, daß die Vergabe der Gelder über den laufenden Haushaltsplan und den Hauptausschuß jetzt bürokratischer und komplizierter wird.
SenatorInnen, die Sitze in Aufsichtsratsgremien innehaben, sollen zukünftig wieder mehr von ihren Tantiemen abführen. Eine entsprechende Initiative kündigte gestern der Innensenator an. Bislang mußte nur abgeführt werden, was den Betrag von 12.000 DM im Monat überstieg. Erst im letzten Jahr hatte der CDU/FDP-Senat die Summe erhöht. In Zukunft sollen die MandatsträgerInnen nur noch 1.500 DM pro Jahr selbst behalten dürfen.
bf
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen