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Mehrheit los

Dublin (taz) – Die bisher deprimierendste Woche für den britischen Premier John Major seit Amtsantritt endete mit dem Verlust der parlamentarische Mehrheit. Der Tory-Hinterbänkler John Gorst trat am Freitag aus der Fraktion aus, weil er gegen die Schließung einer Klinik in seinem Londoner Wahlkreis protestieren wollte.

Vorher war der Konflikt innerhalb der Partei zum offenen Krieg eskaliert. Die Euro-Gegner hatten den Kopf des Schatzkanzlers Kenneth Clarke gefordert, weil er die Währungsunion nicht eindeutig genug abgelehnt hatte. „Diese Leute sind von Sinnen“, warnte Anthony Grant vom Hinterbänkler-Ausschuß: „Sie verderben jede Chance unserer Partei bei den nächsten Wahlen.“ In einem Interview erinnerte Major gestern daran, daß die Labour Party in den Siebzigern vier Jahre mit einer Minderheit regiert hat. Und so wird es wohl beim Wahltermin am 1. Mai bleiben. raso

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