■ MILITÄR-STASI: Geheim? Pah! Die Zone wußte alles
Hamburg (dpa) — Eine bislang unbekannte Spionageorganisation der ehemaligen DDR hat nach Informationen des Spiegel die Bundesrepublik jahrzehntelang ausgespäht. Beim „Militärischen Nachrichtendienst“ (Mil-ND) der früheren Nationalen Volksarmee seien rund 2.500 Menschen beschäftigt gewesen, davon 200 als Spione im Westen. Die Organisation habe alle internen Unterlagen über Bundeswehr, Nato, Waffen und Computer beschafft. Nach der Wende habe sich der Mil-ND, der von der Stasi heimlich überwacht worden sei, in aller Stille aufgelöst. Die ehemaligen Offiziere erhielten Bundeswehrpensionen. Die Akten seien fast vollständig vernichtet.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen