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Lokalkoloratur

Zugeknöpft zeigten sich die SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Holger Christier und Peter Kämmerer. Sie hatten, wie ihr Parteikollege Peter Zumkley, Post vom CDU-Fraktionsvorsitzenden bekommen, die den politischen Gegner recht schwächlich zeigte. Ausführlich schilderte dort Ole von Beust den drei, ob des Absenders nicht wenig erstaunten, SPD-Politikern die finanzielle Malaise seiner Partei und bat in herzbewegenden Worten um Spenden. Die würden für die öffentliche Darstellung seiner Partei, sprich Wahlkampf, dringend benötigt, denn die CDU habe, „trotz großer Sparanstrengungen“ finanzielle Schwierigkeiten „wenn auch keine Schulden“, wie von Beust bieder anmerkt. Die Sozialdemokraten zeigten sich wenig sozial, statt dessen ausgesprochen knickerig. Statt des erbarmenden Schecks schickten sie hämende Briefe, und die nicht nur an den bedürftigen Gegner, sondern gleich auch noch an die Redaktionen der Hamburger Tageszeitungen. Tenor: Ham wir doch schon immer gewußt, daß die CDU nicht mit Geld umgehen kann. Ja, die Herren Kämmerer und Christier setzten gar noch einen drauf und erboten sich, während der „nächsten Bürgerschaftssitzung zu Gunsten der CDU einen Hut herumgehen zu lassen“. Da möchten wir doch auf des Dichters Worte verweisen: Mann mit zugeknöpften Taschen, dir tut keiner was zulieb. Hand wird nur von Hand gewaschen, wenn du nehmen willst, so gib! bit

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