: Literarische Woche
Di bis Fr: Verrückte Literatur
„Die Erfahrungen der Psychose sind ungeheuer. Es gibt keine Möglichkeit, das Erlebnis des schonungslosen Sprechens dem Willen der Schönheit zu opfern. Das Werk wird roh aus dem Körper herausgerissen“, berichtet Ferenc Jádi. Im Rahmen des Festivals Verrückte Kunst lesen SchauspielerInnen Texte von Geisteskranken.
„Sprachlöchersterne“, Di, 20 Uhr, Literaturhaus; „Neben mir im Sand lag Gott und schlief...“, Mi, 20 Uhr, Schlachthof; „Wahnsinnsfrauen“, Do, 20 Uhr, Schlachthof; „Niemand wünschte, er wäre ich“, Fr, 21 Uhr, Kantine Schauspielhaus
Mittwoch: Peggy Parnass
Sie kann es „nicht ertragen, wenn Leute niedergemacht werden“ – und schreibt. Dennoch sei sie keine Schriftstellerin, sagt Peggy Parnass, „denn ich erfinde ja nichts“. Die Journalistin, Autorin und Schauspielerin liest aus ihren gesammelten Werken.
20 Uhr, Rathauspassage
Mittwoch: Werner Skrentny
Nur unwegsame Sandpfade führen in das kleine Dorf, in der wohlhabende Hamburger schicke Landsitze errichten: Eppen-dorf in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Vom Alltagsleben der EinwohnerInnen und lokalen Berühmtheiten erzählt ein Rundgang durch den Stadtteil, mit dem der Skrentny sein neues Buch Eppendorf 1860-1945 präsentiert.
14 Uhr, Salomon-Heine-Weg/ Ecke Meenkwiese
Mittwoch: Reimer Eilers
Zwischen „teilweise radioaktiven Stoffen“ kredenzt Eilers Gedichte und Geschichten über Kolumbus, Rotoren und japanischen Beerentang aus seinem neuen Buch Passworte, das „größer als andere Bücher ist“.
20 Uhr, Literaturhaus
Freitag: Bosnisch-deutsche Lyrik
Unter dem Motto „Regenbogen“ lesen drei norddeutsche AutorInnen mit bosnischer Affinität: Die gebürtige Bosnierin Emina Cabaravdic Kamber erzählt in ihren Hamburger Kriegstagebuch, wie die Aufnahme von 17 Flüchtlingen ihre Familie in den Ruin trieb. Michaela Victoria Hoepffner möchte helfen, „daß die Menschlichkeit nicht untergeht“ und liest aus ihren Gedichten Seit die Gärten öffentlich wurden. Jörg-Rüdiger Groeger präsentiert seinen neuen Gedichtband Lachen und Stille.
20 Uhr, Ausländerinitiative St. Georg, Lange Reihe 30-32
Montag: Literatur-Förderpreise 1998
Mehr als 250 hatten sich beworben, neun AutorInnen und ÜbersetzerInnen mit Erfolg: Die Förderpreise für Literatur und literarische Übersetzungen 1998 gehen an Hendrik Rost, Lars Dahms, Ines Bouhannani, Stefan Beuse, Sarah Khan, Jens-Erik Hohmann, Gabriele Haefs, Annette Kopetzki, Eva Protousová und Beate Smandek. Die PreisträgerInnnen lesen aus ihren Werken – von Gogo-Girl bis Weltweite Gewebe. hedi
19.30 Uhr, Literaturhaus
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