piwik no script img

Linke will regulieren

Partei fordert mehr Wohnungen für Geringverdienende

Die Berliner Linke will die Vermietung von Wohnungen stärker regulieren. Vermieter sollen gesetzlich dazu verpflichtet werden, bei Neuvermietungen einen Teil ihrer Wohnungen an Menschen mit geringem oder durchschnittlichem Einkommen zu vergeben. Teil eines sogenannten Sicher-Wohnen-Gesetzes, das Partei und Fraktion erarbeiten wollen, sollen auch Regelungen gegen Zwangsräumungen sein. Außerdem erhofft sich die Linke durch die Schaffung eines Wohnungskatasters mehr Klarheit über den Wohnungsbestand. Aus Sicht der Partei ist das eine Voraussetzung dafür, Wohnungsbestände großer Konzerne zu vergesellschaften. Der Gesetzesvorstoß ist Teil eines Leitantrages, den die Delegierten eines Landesparteitages am Samstag beschließen. Im Antrag heißt es, die Partei werde in die Kieze gehen und Hilfsangebote wie Heizkostencheck, „Rote Tafeln“, Sozialberatungen oder Nachbarschaftsfeste ausbauen. In dem Antrag fordert die Partei auch eine Vergesellschaftung leerstehender Einkaufszentren. In den „Sorgezentren“ könnten dann soziale Treffpunkte, Beratungsstellen, Kitas oder Arztpraxen einziehen. (dpa)

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen