"Liebe taz...": Kopf in den Sand
■ zu: "Frischluft nur im Verkehrsgewühl"vom 22.5.
Bereits im letzten Jahr hat ROBIN WOOD Umweltsenator Fücks aufgefordert, sich dafür einzusetzen, daß Fahrverbote erlassen werden, wenn eine Schönwetterperiode bevorsteht. Unsere Anregung, wenigstens in den Ozon-Warnungen im Rundfunk stärker auf den Ozon-Verursacher Auto hinzuweisen, nahm Fücks wohlwollend auf.
Töpfer kündigt regelmäßig die fehlende Verordnung an, die Fahrverbote bei Ozon-Alarm ermöglichen würde, und in jedem Herbst ist mal wieder rein gar nichts passiert. 1993 bildet insofern eine Ausnahme, als in Heilbronn und Hessen immerhin Modellversuche gestartet werden, in denen festgestellt werden soll, ob auch kleinräumige Fahrverbote gegen Sommersmog helfen können.
In Bremen allerdings passiert nichts dergleichen. Wir hoffen aber, daß denjenigen, die trotz aller Vernunftargumente weiterhin auch bei schönstem Wetter unbedingt allen anderen die Luft verpesten müssen, bald der Spaß daran vergeht, und sei es durch eine oder andere Staßensperrung ...
Barbara Deppe, Andrea Meyer,
ROBIN WOOD Bremen
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