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Leipziger Buchmesse 2026 Die literataz bleibt gedruckt und wird praller denn je

Verlage in der Krise, Welt im Taumeln. Gerade jetzt braucht es fundierte Literaturkritik – und Raum dafür. Darum drucken wir die literataz weiter.

Die Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Belletristik 2026 Foto: Jan Woitas/dpa

Aus der taz | Bücher sind (uns) wichtig, immer noch und immer wieder. Allen Verlags­krisen und alarmistischen Meldungen über sinkende Aufmerksamkeitsspannen zum Trotz bleiben sie ein unverzichtbarer ­Motor der gesellschaftlichen Debatten. Auch deshalb wird es die literataz weiterhin geben, die seit Jahren jeweils zu den Buch­messen erscheinenden Buch­beilagen der taz.

Und zwar wird es sie auch nach der Seitenwende weiterhin gedruckt geben – nämlich als zusätzliches Zeitungsbuch in der wochentaz vor den Buchmessen. Das war in der taz erfreulicherweise ziemlich schnell Konsens. taz­le­r*in­nen lesen eben auch selbst einfach gern.

Landtagswahlen verstehen, Diversität sehen

Es waren schließlich Bücher, Sachbücher und Romane, die in den vergangenen Jahren von den Baseballschlägerjahren in Ostdeutschland erzählten, was insbesondere vor den diesjährigen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mit ihren dräuenden AfD-Zuwächsen um so dringlicher ist.

Es waren Bücher, an denen sich die Zunahme von Spre­che­r*in­nen­po­si­tio­nen spiegelte, die mit der zunehmenden Diversität unserer Gesellschaft einhergegangen ist – in der gegenwärtigen Zeit, in der der Wind von rechts weht, gibt es da viel zu verteidigen.

Und es sind Bücher, in denen in diesem Frühjahr die Herausforderungen der politischen Großwetterlage diskutiert werden. Wohin driften die USA unter Trump? Wie soll sich Europa verhalten?

Anhand von Büchern wird das auf der Leipziger Buchmesse, die dieses Jahr am 18. März eröffnet wird, diskutiert, und nicht nur da ausgiebig besprochen werden.

Wir brauchen eine kontinuierliche, fundierte Kritik

Aus vielen Zuschriften wissen wir, dass auch den Le­se­r*in­nen der taz Bücher sehr wichtig sind und sie daher über Neuerscheinungen, Hintergründe und Trends auf dem Laufenden gehalten werden wollen. Daher gibt es in der taz (unter anderem) die in der wochentaz erscheinenden Seiten Politisches Buch (in der Regel auf Seite 13) und Literatur (in der Regel auf Seite 43).

Es braucht, so unsere Idee, Regelmäßigkeit und die damit verbundenen Antennen in die Buchwelt hinein, um eine fundierte Berichterstattung zu gewährleisten, in der es nicht nur darum geht, einzelne Bücher zu promoten, je nachdem, was einem gerade so aufgefallen ist oder in den Kram passt.

Schauen Sie also doch einmal rein, wenn in der Ausgabe vom 14. März zum ersten Mal die literataz der gedruckten wochentaz beiliegen wird.

Es wird die bis dahin umfangreichste und inhaltsprallste Wochentaz überhaupt werden. Wir sind schon eifrig dabei, sie zu planen und darüber nachzudenken, was in diesen herausfordernden Zeiten drinstehen muss.

🐾 Hier halten wir Sie auf dem Laufenden zu dem, was wichtig ist, auf der Leipziger Buchmesse: taz.de/literataz