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■ MedienschauLebensmittelvergiftung ist Zeitungsente

Über den Schwindel einiger deutscher Touristen berichtete Hürriyet: „Die Bild am Sonntag berichtete von 250 deutschen Urlaubern in Alanya, die vergiftetes Essen zu sich genommen hatten. 74 von ihnen lägen durch Amöbenruhr im Krankenhaus, wobei ihr Zustand ohne Antibiotika sich ständig verschlechtere. Zudem habe die Reiseleitung jegliche Hilfe untersagt. [...] Wie sich nun herausstellt, ist die Zeitung einem bösen Schwindel von zwei Touristen aufgesessen. Beide konnten trotz Intervention ihrer Reiseagentur nicht mehr im Green Fugla Beach Hotel untergebracht werden. Aus Wut hatten sie dann die Bild-Zeitung verständigt. Einer der beiden hatte einen Blinddarmdurchbruch erlitten, während der andere unter den Folgen eines Nierensteinfalls zu leiden hatte. Wie das Privatkrankenhaus von Alanya außerdem mitteilte, seien auch 16 weitere deutsche Urlauber aufgrund von Magenproblemen eingeliefert worden [...] Diese hatten aber zuviel gegessen, und die Hitze hatte ihnen stark zugesetzt. Wie ein verantwortlicher Arzt zu verstehen gab, sei die Meldung einer Epidemie haltlos.“ 11.8.1997

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