: Kultusgemeinde greift Bubis-Kritiker an
München (dpa) – Die Israelitische Kultusgemeinde von München und Oberbayern hat den Historiker Michael Wolffsohn wegen dessen Kritik am Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Ignatz Bubis, scharf angegriffen. Gemeindepräsidentin Charlotte Knobloch warf Wolffsohn vor, er wechsle seine Religion und Überzeugung wie ein „schmutziges Hemd“. Er solle weder Juden noch Christen Ratschläge erteilen. Die Gemeinde habe volles Vertrauen zu Bubis und weise Wolffsohns „unqualifizierte Äußerungen“ aufs schärfste zurück. Wolffsohn hatte Bubis' Rücktritt im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um den Schriftsteller Martin Walser gefordert.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 290 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen