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■ Super, die Erfindermesse in Genf:Kamine aus Altpapier

Genf (epd/taz) – Niedliche Neuheiten präsentieren 662 Aussteller aus 41 Ländern auf der Genfer Erfindermesse: zum Beispiel den garantiert geruchfreien Bauernhof. Ein chemisches Pulver namens „Greenose“ („umweltfreundlich und preiswert“) wird auf Jauchegruben und in Ställe gestreut, und schon stinkt nichts mehr nach Mist und Schwein.

Damit die kleinen menschlichen Schreihälse schnell einpennen, wurde der „motorbetriebene Schaukelrahmen für Kinderwagen“ erfunden. Ebenfalls supernützlich: die Frühstücksmaschine, die nach nur einem Knopfdruck Kaffee und Ei kocht, Brot toastet, das Müsli rührt und den Orangensaft eingießt.

Für die kommende Badesaison gibt es seltsam geformte Wäscheklammern, die das Wegflattern des Badelakens am Strand verhindern sollen. Unverrückbar auch „Baschupa“, der Badelatschen mit Anker. Auf sicheren Sohlen wandeln SchwimmerInnen über dreckige Strände, versenken dann mit Hilfe des kleinen Ankers die Latschen im Wasser. Diese weisen dann wie eine Boje noch den sicheren Weg zurück an Land.

Die Fallschirmspringer können sich auf einen gepolsterten Fallschirm freuen, der auch harte Landungen für den Hintern butterweich macht. Golfspieler warteten sicher schon lang auf die Maschine, die ihnen das Bücken nach dem Golfball abnimmt. Fanatische Kariesfreunde können sich eine Zuckerwattemaschine in den Garten stellen. Den finanzkrisengeschüttelten Kirchen sei die Glocke aus Aluminium an den Klingelbeutel gelegt: „Klingt gut und ist nicht teuer“, wirbt der Erfinder. Gezeigt werden in Genf auch Kamine aus Altpapier, „Fußmassagematten“, die in jede Handtasche passen und „Big Foot“, die Tasse, die auch auf schiefen Ebenen mühelos steht. Fehlt nur noch das passende Erdbeben aus der Dose.

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