: K O M M E N T A R Her mit der Bude
■ Polizei hat billigen Wohnraum zu bieten
Ein Jahr ist es her, daß die GEWOBA den StudentInnen ohne feste Bleibe ein Angebot unterbreitete: Wenn sie eine Wohnung suchten, kein Problem, in Tenever seien noch welche frei.
„Hopp, hopp, hopp - Mietpreisstopp.“ Gut 600 mögen es gewesen sein, die am Mittwoch abend in Tenever gegen Mieterhöhungen protestierten. Dort, wo vor Jahresfrist Leerstände die Bilanzen drückten, läßt sich mit der Ware Wohnung wieder richtig Kasse machen. Die StudentInnen finden derweil auf dem leergefegten Wohnungsmarkt nichts mehr, was ohne elterlichen Zuschuß finanzierbar wäre. Der Verdrängungswettbewerb hat in dem einen Jahr ein rasantes Tempo angenommen.
Hinter dem Wohnungsbauprogramm kann sich der Bremer Senat nicht verstecken. Bis das kleine Wirkungen zeigen kann, werden mindestens zwei Jahre ins Land gehen. Gefragt sind unbürokratische Übergangsregelungen. Daß es diese gibt, hat sich bei den schnellen Lösungen für DDR-Ausreiser gezeigt. Bei der Bereitschaftspolizei in Huckelriede beispielsweise ließe sich ein prima Studentenwohnheim einrichten. Der Senat brauchte nicht einmal beschlagnahmen. Ein Beschluß würde reichen. Holger Bruns-Köster
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen